Autorenlesung mit Moos Loos aus einem Gedichtband über das böhmische Grenzland, seine Erinnerung, verschwundene Orte und die Suche nach Hoffnung.
In seinem Band Heimatcore verwandelt sich Tomáš Cidlina in den Geschichtenerzähler Moos Loos und entwickelt ein eigenes Konzept topografischer Poesie über das böhmische Grenzland. Das Buch gliedert sich in drei Teile: Angst, Ekel und Hoffnung.
Moos Loos bewegt sich durch verschiedene Orte Nordböhmens und hört Geschichten über die Vertreibung der deutschen Bevölkerung, die tragikomische und oft widersprüchliche Neubesiedlung und die anschließende Ausbeutung der Landschaft. Im letzten Teil sucht er nach einem Ausweg – für sich selbst ebenso wie für verschwundene Dörfer, Kirchen und Friedhöfe. Er fragt, ob der Boden dieser Region uns eines Tages annehmen oder wieder ausspucken wird, und sucht nach einer Hoffnung, die nur aus radikaler Ehrlichkeit entstehen kann.
Poetisch und zugleich beklemmend bewegen sich die Texte zwischen historischen Quellen, Erinnerungen, Fiktion und schonungsloser Selbsttherapie.
































