Mit Steffen Neumann (Moderator) und Elna Lindgens (Sprecherin)
Für das Kühlwasser des künftigen Atomkraftwerks Temelín wird die Moldau angestaut und lässt einen Teil des Dorfes verschwinden. Menschen werden aus alten Häusern in lieblose Plattenbauviertel am Rande der Stadt umgesiedelt. In die südböhmische Idylle dringt die Moderne ein und kappt alle Bindungen. Jiří Hájíček (*1967) nimmt die Leser durch seine Hauptfigur Hana mit in die 1980er Jahre und die Wendezeit. Nach zähem Kampf steht sie vor dem Nichts und geht ins Ausland. Als Hana nach 15 Jahren zurückkehrt, ist ihr Dorf weg, die Mutter tot, der Bruder verschwunden. Sie schickt sich an, alte Bindungen aus ihrer Jugend zu kitten und ist einem Geheimnis auf der Spur, das nicht nur ihre Familie entzweit hat.
Jiří Hájíček ist einer der wenigen erfolgreichen tschechischen Autoren, die nicht in Prag leben. Seine südböhmische Heimat ist regelmäßig Thema seiner Romane. Neben dem preisgekrönten Roman »370 m über NN« wird auf der Lesung auch sein neuestes Werk »Der Drache auf dem Feldweg« vorgestellt.
Die Lesung findet im Rahmen des Jahres der tschechischen Kultur in den deutschsprachigen Ländern statt, das anlässlich des Ehrengastauftritts Tschechiens auf der Frankfurter Buchmesse 2026 organisiert wird.
In Kooperation mit den Städtischen Bibliotheken Dresden.
Es gibt einen Büchertisch und die Möglichkeit, die Bücher von Jiří Hájíček signieren zu lassen.
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Zentralbibliothek im Kulturpalast, Veranstaltungsraum 1. OG































