Deutschland / Israel / Luxemburg / Frankreich 2012 | Regie: Margarethe von Trotta
Als Hannah Arendt 1961 nach Jerusalem reist, um für das renommierte Magazin The New Yorker über den Prozess gegen den NS-Verbrecher Adolf Eichmann zu berichten, erwartet sie, einem Monster gegenüberzustehen. Doch der Mann im Gerichtssaal erscheint ihr erschreckend gewöhnlich – eine banale Durchschnittlichkeit, die in kaum fassbarem Gegensatz zu seinen Verbrechen steht.
Diese Erfahrung lässt Arendt nicht mehr los. Zurück in New York arbeitet sie sich durch Hunderte Seiten Prozessakten und diskutiert ihre Beobachtungen mit Freunden und Weggefährten. 1963 erscheinen ihre Reportagen schließlich unter dem Titel Eichmann in Jerusalem. Mit ihrer These von der „Banalität des Bösen“ löst Arendt eine heftige internationale Kontroverse aus. Sie wird angefeindet und diffamiert, alte Freundschaften zerbrechen.
Doch Arendt hält an ihrem Versuch fest, das Unbegreifliche denkend zu durchdringen. Margarethe von Trottas vielfach ausgezeichnetes Porträt konzentriert sich auf eine entscheidende Phase im Leben der deutsch-jüdischen Philosophin und politischen Theoretikerin – und auf ihren unbeirrbaren Anspruch, selbst dort weiterzudenken, wo es unbequem und schmerzhaft wird.






























