Nach Lope de Vega | Inszenierung und Adaption: Martin Modrý
Sozialer Thriller über Unterdrückung, Schweigen und den Moment, in dem eine Gemeinschaft beginnt, sich zu wehren.
Eine alte Geschichte, immer wieder neu erzählt. Ein Dorf, eine Landschaft, eine Gemeinschaft unter Druck. Menschen schweigen, ertragen, passen sich an – bis der Punkt erreicht ist, an dem Schweigen nicht mehr möglich ist.
Lope de Vegas berühmtes Drama Fuenteovejuna erzählt vom Aufstand eines Dorfes gegen einen tyrannischen Machthaber. Das Činoherní studio Ústí nad Labem bringt den Stoff in einer zeitgenössischen Adaption von Martin Modrý als düstere Pastorale und sozialen Thriller auf die Bühne. Im Zentrum stehen Macht und Unterdrückung, das Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft – und die Frage, was geschehen muss, damit aus Ertragen Widerstand wird.
Dabei geraten auch vertraute Vorstellungen ins Wanken: vom Heldentum der Männer und der Zerbrechlichkeit der Frauen. Oder ist es genau umgekehrt? Zwischen Gewalt und Liebe, Angst und Hoffnung erzählt die Inszenierung von einer Gemeinschaft, die ihre eigene Handlungsfähigkeit entdeckt.
Eine technokratische Märchenerzählung über Macht, Zusammenhalt und die Erkenntnis, dass man nur bis zu einem gewissen Punkt schweigen kann.
***
Für das Festival wird die Produktion eigens mit deutschen Übertiteln ausgestattet und damit auch dem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht.
















