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Pressemitteilung zu den 25. Tschechisch-Deutschen Kulturtagen

25 Jahre Tschechisch-Deutsche Kulturtage

Dresden – Ústí nad Labem – Euroregion Elbe/Labe
26. Oktober bis 12. November 2023

Traditionell im Herbst erobert tschechische Kultur Dresden und die Euroregion Elbe/Labe. Dieses Jahr finden die Tschechisch-Deutschen Kulturtage (TDKT) bereits zum 25. Mal statt. Dieser Jubiläumsjahrgang wird mit einem Festkonzert eröffnet, welches drei Premieren darstellt: Erstmals findet die Eröffnung im Kulturpalast Dresden statt, erstmals mit Beteiligung der Dresdner Philharmonie, die wiederum erstmals mit dem Philharmonischen Chor Prag zusammenarbeitet. Gemeinsam mit Instrumentalsolisten aus Tschechien und Sachsen werden Werke von Leoš Janáček, Bohuslav Martinů und Johannes Brahms aufgeführt.

An den folgenden 17 Tagen stehen 68 Veranstaltungen zur Auswahl, davon 44 in Dresden und 24 im Umland, in denen nicht nur tschechische Kultur, sondern auch Zeitgeschichte erlebt werden kann. Zu weiteren fünf Veranstaltungen auf tschechischer Seite kommen die Gäste bequem per Busshuttle von Dresden, u.a. nach Ústí nad Labem, ins Schloss Velké Březno und bis nach Prag. Ergänzt wird das Programm durch einen Teil mit deutscher Kultur auf der tschechischen Seite der Euroregion Elbe/Labe, für den der tschechische Hauptorganisator „Veřejný sál Hraničář“ aus Ústí nad Labem verantwortlich zeichnet.

Das Festival findet unter der Schirmherrschaft des tschechischen Präsidenten Petr Pavel und des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer statt. „Großartige Beziehungen wie die zwischen der Tschechischen Republik und Sachsen sind heute nicht selbstverständlich. Sie müssen intensiv gepflegt werden“, unterstreicht Petr Pavel die Bedeutung des Festivals. Michael Kretschmer ergänzt: „Freundschaften leben von Spontanität ebenso wie von Verbindlichkeit. Mit den Tschechisch-Deutschen Kulturtagen haben wir seit 1999 eine stehende Verabredung.“

Ein wichtiges Merkmal der TDKT ist das sehr breite Angebot in nahezu allen künstlerischen Genres. „Für uns als Festival geht es darum, das Verständnis für die jeweils andere Seite zu erhöhen und einen bleibenden Eindruck von Tschechien als Land zu vermitteln“, benennt Rüdiger Kubsch vom Hauptveranstalter Euroregion Elbe/Labe das Ziel. Der Fokus liegt deshalb darauf, neue Publikumsgruppen zu erreichen, die bisher wenig Kontakt zu Tschechien haben, und Künstler*innen einzuladen, die in Sachsen wenig bekannt sind.

Der diesjährige Jahrgang steht unter dem Motto „Brüche“. Das spiegelt sich in vielen Veranstaltungen inhaltlich wider, wobei das Augenmerk eher auf positive Ergebnisse disruptiver Veränderungen als auf Verluste gelegt wird. Zwei entscheidende Brüche in der tschechoslowakischen Geschichte, die Trennung in zwei Staaten vor genau 30 Jahren und der Prager Frühling vor 55 Jahren, werden in Veranstaltungen in Sebnitz und Dresden thematisiert.

Auch im traditionell breiten tschechischen Filmangebot aus Produktionen der letzten zwei Jahre lassen sich viele Brüche erkennen. Gezeigt werden Filme wie „Il Boemo“ (Der Böhme), der beste tschechische Spielfilm 2022 über den Komponisten und Mozart-Zeitgenossen Josef Mysliveček, der neue Film des Oscar-Preisträgers Jan Svěrák „Betlémské světlo“ (Das Licht von Bethlehem), das Drama „Poslední závod“ (Das letzte Rennen) über ein legendäres Skirennen im Riesengebirge oder die nachdenkliche Komödie „Buko“, in der eine pensionierte Ärztin mit dem Verlust ihres Mannes klarkommen muss. Neben bewährten Spielstätten in Dresden lohnt dafür auch der Besuch regionaler Kinos in Königstein, Pirna, Bärenstein und Radebeul.

Das Motto findet sich aber auch in dem breiten Angebot an Literatur, Musik, Kunst und Theater. Der Grenzgänger Radek Fridrich liest aus seinen Gedichten, Anna Bolavá aus ihrem Roman „Der Duft der Dunkelheit“, in dem es unter einer scheinbaren Idylle gefährlich brodelt, die Bestsellerautorin Alena Mornštajnová stellt ihre Dystopie „Listopád“ (Es geschah im November) vor, wenn der November 1989 anders verlaufen wäre.

Die zwei Wochen tschechische Kultur sind nicht vorstellbar ohne ein Feuerwerk von Jazz, ergänzt durch Rave- und Dark-Folk-Konzerte. In der Dresdner Tonne geben sich hochkarätige Musiker die Klinke in die Hand. Altmeister Martin Kratochvíl beehrt den Saxstall in Pohrsdorf bei Tharandt. Weitere Konzertorte sind z.B. das Festspielhaus Hellerau, das Rausch und der Konzertkeller des riesa efau.

Spannende Einblicke ins Nachbarland versprechen auch Ausstellungen und Vorträge. Eine Plakatausstellung im Kulturrathaus befasst sich mit „Tschechischen Heldinnen – bedeutenden Frauen der tschechischen Geschichte und Gegenwart“. Im Zentrum für Baukultur Sachsen steht ein Vortrag über „Ještěd und seine Positionierung im Zeitalter des Kalten Krieges“, den Hausberg von Liberec mit seinem kultigen Berghotel, auf dem Programm.

Die Tschechisch-Deutschen Kulturtage bieten auch wieder viel für Kinder, in diesem Jahr erstmals mit einem eigens zusammengestellten Kinderprogramm. Das Spektrum reicht von Kinder- und Animationsfilmen über Puppentheater und Sprachanimation bis zu Workshops und Lesungen.

Sehr beliebt sind immer die Fahrten per Busshuttle zu Veranstaltungen auf tschechischer Seite, z.B. ins Schloss Velké Březno zu einem Konzert des jungen Klaviervirtuosen Erik Breer gen. Nottebohm, nach Prag zu einem Theaterbesuch oder zu einem Orgelkonzert nach Chabařovice. Ein Highlight dürfte die Fahrt nach Ústí nad Labem zum Konzert der Kafka-Band sein, die in Dresden eine große Fangemeinde hat.

Ausführliche Programminformationen unter www.tdkt.info

Die Veranstalter: Euroregion Elbe/Labe, Veřejný sál Hraničář, Landeshauptstadt Dresden, Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Dresden, Brücke/Most-Stiftung, Collegium Bohemicum.

Pressekontakt:
Rüdiger Kubsch
Tel. +49 351 4977 1011
E-Mail: kubsch@elbelabe.eu

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